Fotoreise Island – Der Süden – Von Tag zu Tag


Fotoreise Island

Tag 1 Flug Frankfurt – Reykjavik, Ankunft Reykjavik

Tag 2 Reykjavik – Südküste – Vík in Mýrdal (ca. 190km)

Nach der Ankunft werden Sie am Flughafen Keflavík von Ihrer Reisebegleitung Stefano Paterna erwartet. Zusammen fahren Sie im gecharterten Bus zum Gruppenhotel und beziehen Ihre Zimmer. Willkommen in Islands Hauptstadt Reykjavik!
Heute bleibt Zeit, Reykjavik zu erkunden und erste Fotos in der nördlichsten Hauptstadt der Welt zu schießen. Reykjavik ist die größte Stadt Islands und beherbergt ca. 37% der Landesbevölkerung. Spazieren Sie durch den Hochseehafen oder besuchen Sie den See Tjörnin, welcher einer der größten Brutplätze für Wasservögel im Südwesten Islands ist. Natürlich bietet Reykjavik auch eine Anzahl an Museen und Bauwerke. Informationen hierüber bekommen Sie von Ihrem Reisebegleiter oder auch im Hotel.
Am heutigen Tag haben Sie die freie Wahl, wo und was Sie zu Abend essen möchten. In der Innenstadt finden Sie zahlreiche Restaurants, aber auch Ihr Hotel bietet ein Restaurant. Im Mittelpunkt der isländischen Küche stehen vor allem Fisch und Lamm.

Nach dem Frühstück fahren wir an die Südküste Islands. Steilküsten, Vulkane, Berge und Gletscher, langgezogene schwarze Lavastrände sowie eine Vielzahl von Wasserfällen prägen das kontrastreiche Landschaftsbild. Hier werden Sie einige spektakuläre Fotomotive finden!
Zu den schönsten Wasserfällen Islands gehören Seljalandfoss und Skógarfoss, deren Wasserspiel wir natürlich mit unseren Kameras ablichten wollen. Kurz vor dem Erreichen unseres Zielortes, stoppen wir außerdem am südlichsten Punkt Islands, dem Kap Dyrhólaey, wo Sie wunderschöne Fotos des 120 Meter hohen „Türlochfelsens“ machen können. Der Felsen entstand durch einen unterseeischen Vulkanausbruch und ist zusammen mit den Stränden entlang der Küste die Heimat unzähliger Vögel.
Wir schlafen in dem südlichsten Dorf des isländischen Festlandes, Vík, zu Deutsch „Bucht am sumpfigen Tal“. Ein einzigartiges Wahrzeichen Víks stellen die drei schwarzen Felsnadeln (Dykes) dar, die man vom schwarzen Lavastrand aus sehen kann. Von dem 300-Seelen Dorf aus lassen sich viele Wanderungen unternehmen, um zum Beispiel eine von mehreren sehenswerten Höhlen zu besichtigen.

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Tag 3 Vík – Klaustur – Skaftafell (ca. 150km)

Tag 4 Skaftafell : Ausflug Jökulsárlón Gletscherlagune und Ingólfshöfði Kap

Am Morgen fahren wir ca. 80km nach Klaustur und besuchen dort die Überreste des Benediktinerinnen-Abtei, die dem Ort auch seinen Namen gab. Hauptattraktion ist aber ein Wasserfall, der sich aus dem See Systravatn über eine grasbewachsene Steilwand ergießt. Das Hochplateau können Sie durch eine dreißig-minütige Wanderung erreichen und werden mit einem herrlichen Blick über die Küste belohnt. Ein weiteres Fotohighlight liegt kurz vor Klaustur, der Canyon Fjaðrárgljúfur. Eine zwei Kilometer lange Schlucht mit bis zu 100 Meter steilen Abhängen – was für ein Fotomotiv!
Wir fahren weiter nach Skaftafell, berühmt für seinen Nationalpark, dessen Landschaft durch den mächtigen Vatnajökull, seine Gletscherzungen und die bis zu 1500m hohen Berge charakterisiert wird. Hier verbirgt sich der zweitgrößte Vulkan Europas, der Hvannadalshnjúkur, unter dem Gletscher. Der Park beherbergt auch einen der berühmtesten Wasserfälle Islands, den Svartifoss, der vor allem durch seine Basaltsäulen charakterisiert wird. In der grünen Oase des Nationalparks umgeben von Gletschern und schwarzen Sandwüsten können Sie außerdem 210 verschiedene Pflanzenarten entdecken. Dieses Gebiet bietet Ihnen also reichlich Gelegenheiten für außergewöhnliche Landschaftsfotografien.

Am nächsten Tag stehen zwei Highlights auf dem Programm. Zum einen besuchen wir ein wunderschönes Naturschauspiel, den Gletschersee Jökulsárlón, vor dessen Kulisse schon Szenen aus berühmten Filmen gedreht wurden. Hier schwimmen riesige Eisberge dem Meer entgegen, dessen wahre Größe wir bei der Bootsfahrt (30 – 40 Minuten) auf dem Radar sehen können. Denn sechs Siebtel der gewaltigen Gletscherstücke befinden sich unter der Wasseroberfläche. Auf dem angrenzenden schwarzen Basaltstrand bieten sich uns weitere Fotomotive.
Zum anderen begeben Sie sich für ca. 2,5 Stunden auf ein rustikales Fuhrwerk, einen Heuwagen, und werden so in gemäßigter Geschwindigkeit von einem Traktor zum Ingólfshöfði Kap gezogen. Dies ist ein Vogelfelsen und eine nur bei Ebbe zugänglicher Insel, auf der Sie Skúas, Schmarotzerraubmöwen oder den Papageitaucher fotografieren können.

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Tag 5 Skaftafell – Hochlandroute nach Landmannalaugar – Flúðir (ca. 280km)

Tag 6 Flúðir: Ausflug Gullfoss-Wasserfall und Geysir-Springquelle

Heute fahren wir ein Stück auf dem uns nun bekannten Weg zurück und biegen dann aber auf die Hochlandroute nach Landmannalaugar ab. Hierfür brauchen wir den Allrad-Reisebus und begeben uns auf ein fahrerisches Abenteuer, wenn wir zahlreiche Flussdurchfahrten passieren.
Wir durchqueren das Fjallabak-Naturschutzgebiet, welches in einer aktiven Vulkanzone mit heißen Quellen liegt, wie Sie in Landmannalaugar selber bei einem Bad erleben können. Das Gebiet ist außerdem hervorragend geeignet für unsere Fotolinsen, denn die farbenreiche Landschaft aus Rhyolith und tiefschwarzem Obsidian ist einzigartig.

Wir schlafen zwei Nächte in Flúðir, da von hier aus mehrere Sehenswürdigkeiten schnell zu erreichen sind. Wir besichtigen den atemberaubenden Gulfoss-Wasserfall, der sich über zwei riesige Fallstufen und 30 m in die Tiefe stürzt. Wenn es das Wetter zulässt, ist hier sehr oft durch die Wasserschlieren ein Regenbogen zu sehen – ein einzigartiges Erlebniss für Sie und Ihre Kamera. In gleicher Richtung liegt auch die berühmte Geysir-Springquelle mit einem Schlund von 120 m Tiefe, von wo aus das Wasser mehrere Meter in die Lust schießt und das Fotografenherz höher schlagen lässt. Der kleine Bruder vom Großen Geysir heißt Strokkur („Butterfass“) und schießt mit nur einigen Minuten Abstand 10 bis 20 Meter Wasser in die Höhe.
In Flúðir können Sie nochmals in einer heißen Quelle baden beim Besuch der Secret Lagoon, die im Reisepreis bereits enthalten ist und so den Abend erholsam ausklingen lassen.

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Tag 7 Flúðir – Þingvellir – Hochlandroute zum Hraunfossar-Wasserfall – Grindavík (ca. 340km)

Tag 8 Grindavík – Reykjavik, Flug Reykjavik – Frankfurt, Ankunft Frankfurt

Auch der vorletzte Tag unserer Reise wartet mit zwei Höhepunkten auf. Erst besuchen wir den ältesten Nationalpark und gleichzeitig alten Regierungssitz Islands – Þingvellir. Die altisländische Thingstätte, die „Ebene der Volksversammlung“, wurde 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Im Nationalpark kann man sich breitbeinig über eine schmale Spalte stellen und steht somit theoretisch (geologisch nicht ganz richtig) mit einem Fuß auf dem amerikanischen und mit dem anderen auf dem europäischen Kontinent.
Weiter geht es wieder auf der Hochlandroute zu den „Lavawasserfällen“, die Hraunfossar, welche zu den schönsten Kaskaden Island zählen. Durch Ihre Fotolinse sehen Sie unzählige kleine Wasserfälle auf einer Breite von einem Kilometer aus einem Lavafeld sprudeln, die dann in die Hvítá fließen.
Der Tag endet in Grindavík, einem der größten Handelsorte auf Island. Optional können Sie in der Blauen Lagune schwimmen gehen, dessen Wasser eine heilende Wirkung haben soll und heute das bekannteste Naturbad Islands ist.

Am nächsten Tag werden Sie nach dem Frühstück vom Shuttle Service des Geo Hotels Grindavík zum Flughafen Keflavík gebracht, wo Sie mit vielen Erinnerungen und Fotoaufnahmen der einzigartigen Landschaft Islands die Heimreise antreten.

Allgemeine Hinweise zum Reiseverlauf

Auf unseren Fotoreise haben Sie ausreichend Zeit und Möglichkeiten, außergewöhnliche Motive zu fotografieren. Dies entspricht ganz dem Motto: zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Das heißt für uns konkret: Wir stehen früh auf – noch vor Sonnenaufgang – und fotografieren auch am Abend vor und nach dem Sonnenuntergang. Die Belohnung sind ganz besondere Aufnahmen, die eben nur zu diesen Tageszeiten entstehen können. Ein Stativ ist dafür unverzichtbar.
Eine Fotoreise ist kein Fotokurs bzw. kein fotografischer Grundkurs. Als Teilnehmer einer Fotoreise sollten Sie ein Verständnis von Blende, Verschlusszeit, ISO usw. haben. Sie kennen Ihre Kamera so gut, dass Sie die vom begleitenden Fotografen vorgeschlagenen Einstellungen vornehmen können.
Auf einer Fotoreise geht es auch darum, Ihre fotografischen Kenntnisse zu vertiefen und zu verbessern. Dabei erhalten Sie vom begleitenden Fotografen vielseitige Tipps und zahlreiche Vorschläge für die optimale Kameraeinstellung, Komposition etc. Er steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und beantwortet alle Ihre Fragen rund um die Fotografie. Dazu kommt eine konstruktive Kritik an Ihren Bildern, sofern Sie dies wünschen.

Interessant ist auch der Austausch unter den Teilnehmern. So erweitern Sie Ihre fotografischen Fähigkeiten am schnellsten. Eine Fotoreise bedeutet Urlaub und ausreichend Zeit, sich seinem Hobby, der Fotografie, zu widmen.

Bitte berücksichtigen Sie, dass sich aufgrund örtlicher Gegebenheiten unerwartete Situationen ergeben können, wodurch es passieren kann, dass geplante Aktivitäten und Ausflüge nicht durchgeführt werden können oder verändert werden müssen.

Stefano Paterna
Stefano Paterna
Reisefotograf aus Leidenschaft, Autor und Dozent. Er gibt sein Wissen und seine Erfahrungen an Hobbyfotografen weiter – in Fotokursen vor Ort und auf ausgewählten Fotoreisen. Autor der Bücher Urbane Fotografie und Die Fotoschule in Bildern - Fotografieren auf Reisen.

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