Die Tonwertkorrektur in Adobe Lightroom

 
 

Schwarz & Weiß, Tiefen & Lichter

Über die Tonwertkorrektur wurde schon viel geschrieben und ich möchte hier etwas genauer auf den Unterschied zwischen Tiefen und Schwarz, Lichtern und Weiß eingehen.

 
 
 
Damit ein Bild jedoch kontrastreich ist und nicht matschig wirkt, sollte es einen Schwarzpunkt und einen Weißpunkt haben. Um diese zu setzen gibt es in Lightroom einen einfachen Trick. Bewegen wir den Schwarzregler und halten dabei die Alt-Taste gedrückt, wird über unserem Bild ein weißes Overlay angezeigt. Ziehen wir den Regler nun nach links erscheinen ab einem gewissen Punkt farbige bzw. schwarze Punkte/Flächen. Dies sind die Bereiche in denen es nur noch schwarze Pixel gibt. Genauso kann man mit dem Weißregler verfahren, nur das das Overlay hier schwarz ist und die überbelichteten Flächen in weiß angezeigt werden (Bild 3+4).
 
 
Ein Blick ins Histogramm zeigt uns, was wir soeben gemacht haben. Das Tonwertgebirge wurde jeweils an das rechte bzw. linke Ende der Skala gezogen. Man nennt dies Tonwertspreizung. So haben wir den Kontrast in unserem Bild erhöht (Bild 5-7).
 

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Jetzt könnte man sich fragen, warum man nicht einfach den Kontrastregler benutzt? Dieser nimmt hauptsächlich Einfluss auf die Mittentöne und spreizt diese (kann man wieder im Histogramm sehen). Dadurch wird zwar auch der Kontrast erhöht jedoch arbeitet er in beide Richtungen wodurch wir schnell Details in den dunklen bzw. hellen Bereichen verlieren.
 
 
Die Frage, an welchen Reglern wir denn zuerst herumspielen, lässt sich pauschal nicht beantworten. Manche Autoren setzen zuerst Schwarz- und Weißpunkt und bearbeiten dann Tiefen und Lichter, andere machen es genau umgekehrt. Wichtig ist letztendlich, dass ihr nicht zu viele Über- oder Unterbelichtete Bereiche im Bild habt, vor allem zu helle Bildbereiche wirken auf unser Auge oft ablenkend.
 
 
Wie kommt ihr mit der Tonwertkorrektur in Adobe Lightroom zurecht? Welche Reihenfolge benutzt ihr bei der Bildbearbeitung?
Stefano Paterna

Stefano Paterna

Stefano Paterna ist preisgekrönter Reisefotograf, Fachbuchautor und Mentor. Er teilt seine Expertise aus über 25 internationalen Awards in exklusiven Fotokursen in Köln und auf Fotoreisen weltweit. Er ist Autor der Standardwerke 'Urbane Fotografie', 'Fotografieren auf Reisen' sowie der Foto-Reiseführer für Venedig und Köln. Als Markenbotschafter für Kase Filters Deutschland steht er für höchste Qualität in der Landschafts- und Architekturfotografie.

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