Fotoschule in Bildern – Größenverhältnisse

Sehen Sie die Menschen im Vordergrund dieses Fotos des Andengletschers Perito Moreno? Nur durch diesen Vergleich erhalten Sie einen wirklichen Eindruck von den gigantischen Ausmaßen dieser Eismassen. (24 mm; f9; 1/1250 s; ISO 200, Stativ)

Sehen Sie die Menschen im Vordergrund dieses Fotos des Andengletschers Perito Moreno? Nur durch diesen Vergleich erhalten Sie einen wirklichen Eindruck von den gigantischen Ausmaßen dieser Eismassen. (24 mm; f9; 1/1250 s; ISO 200, Stativ)


Das Beeindruckende einer Landschaft lässt sich besonders gut vermitteln, wenn Sie zeigen, wie klein der Mensch im Vergleich dazu wirkt.

Sehen Sie die Menschen im Vordergrund dieses Fotos des Andengletschers Perito Moreno? Nur durch diesen Vergleich erhalten Sie einen wirklichen Eindruck von den gigantischen Ausmaßen dieser Eismassen. (24 mm; f9; 1/1250 s; ISO 200, Stativ)

Sehen Sie die Menschen im Vordergrund dieses Fotos des Andengletschers Perito Moreno? Nur durch diesen Vergleich erhalten Sie einen wirklichen Eindruck von den gigantischen Ausmaßen dieser Eismassen. (24 mm; f9; 1/1250 s; ISO 200, Stativ)

Bestimmt ist es Ihnen auch schon aufgefallen: Selbst die gewaltigsten Naturphänomene wirken auf dem Foto nicht annähernd so groß(artig) wie in natura. Das hat nichts mit mangelnden fotografischen Fähigkeiten zu tun – es liegt einfach daran, dass der Betrachter keinen Vergleich hat! Die tatsächlichen Größenverhältnisse werden im Bild nicht transportiert. Es fehlt das Gefühl für die Größe. Aber auch Entfernungen sind schwer einzuschätzen, wenn keine Motive im Bild vorhanden sind, deren reale Größe für uns vorstellbar ist, wie z. B. ein Haus oder ein Auto.

Zum Glück gehört dies zu den fotografischen Problemen, die Sie ganz leicht lösen können: Stellen Sie einfach einen Ihrer Mitreisenden (am besten mit Rucksack oder in Trekking-Montur) davor, um den richtigen Eindruck von der Größe eines dahinterliegenden Berges oder eines Wasserfalls zu vermitteln. Achten Sie darauf, dass er sich möglichst natürlich bewegt bzw. posiert. Sie werden überrascht sein, welchen Unterschied diese Kleinigkeit ausmacht. Auch beim Fotografieren einer weiten Landschaft bietet sich diese Technik an. Sie löst unweigerlich das Gefühl »Da wäre ich jetzt auch gerne!« beim Betrachter Ihres Bildes aus.

Rincon de la Vieja National Park, Costa Rica (32 mm; f10; 1/2 s; -1/3 EV; ISO 50; Stativ)

Rincon de la Vieja National Park, Costa Rica (32 mm; f10; 1/2 s; -1/3 EV; ISO 50; Stativ)

Und wenn Sie alleine reisen? Dann nutzen Sie einfach sich selbst als Größenmaßstab – der Fernauslöser leistet hier gute Dienste, und Sie müssen nicht ständig hin- und herlaufen, um den Selbstauslöser neu zu aktivieren. Ich verwende z. B. gerne einen Funkfernauslöser, weil ich mich damit relativ weit von der Kamera entfernen kann und nicht wie bei einem Kabelfernauslöser auf das Kabel achten muss.

Für die nebenstehende Aufnahme etwa habe ich mich selbst vor dem Wasserfall positioniert. So ist es mir gelungen, den Baumstamm und die Höhe des Wasserfalls in Relation zu setzen und die wahren Dimensionen dieses Naturschauspiels zu zeigen. Auch die Dimensionen des Gletschers im oberen Bild werden erst durch die Menschen im Vordergrund greifbar.

Auszug aus meinem Buch Die Fotoschule in Bildern. Fotografieren auf Reisen.

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Stefano Paterna
Stefano Paterna
Reisefotograf aus Leidenschaft, Autor und Dozent. Er gibt sein Wissen und seine Erfahrungen an Hobbyfotografen weiter – in Fotokursen vor Ort und auf ausgewählten Fotoreisen. Autor der Bücher Urbane Fotografie und Die Fotoschule in Bildern - Fotografieren auf Reisen. Markenbotschafter für Kase Filters Deutschland.

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